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AKTUELLES

2021

Von 2D zu 3D: Innovation am Modellboot darstellen

Wie kann man die innovativen Entwicklungen, die im EcoShip60-Netzwerk entstehen, anschaulich darstellen? Das Maritime Zentrum der Hochschule Flensburg hat dazu ein Modellboot im 3D-Druckverfahren hergestellt. Die Vorlage dafür stammt von S.M.I.L.E. Engineering GmbH. In der Zukunft wird das EcoShip60-Modell als Ausstellungsstück auf Veranstaltungen gezeigt. Dabei werden Systembilder mit den innovativen Antriebslösungen und weiteren Entwicklungen des Netzwerkes auf das Dach des Modells projiziert. Wie das Modell entstanden ist, sehen Sie hier im Video.

Mit hohem Druck und smarter Steuerung

Die Partner S.M.I.L.E., Armaturen-Wolff, IFAM, CAU entwickeln zusammen eine Manövrierhilfe auf Pumpenbasis, mit der auch Schiffe ausgestattet werden können, die aufgrund ihres geringen Tiefganges oder der Rumpfform bisher nicht mit Manövrierhilfen ausgerüstet werden konnten. Hierfür hat sich die Projektgruppe als Entwurfsgrundlage die Katamaran-Personenfähre des EcoShip60-Netzwerkes vorgenommen. Dabei wird die Steuerung des Systems für das dynamische Positionieren ausgelegt und durch möglichst wenige Komponenten wartungsfreundlich gestaltet. Zur Effizienzsteigerung des Systems werden FEM-Analysen über das Strömungsverhalten des Meerwassers in der Anlage durchgeführt. Hierzu gehört auch die Betrachtung des Strömungsverhaltens am Austritt der Anlage. Die Projektgruppe plant, die Auslegung des Systems bis zum Ende des Jahres finalisiert zu haben, um anschließend einen Prototyp bauen zu können.

Mit vier Projekten ins vierte EcoShip60-Jahr

Heute hat DSN als Netzwerkmanagement den Zuwendungsbescheid für das vierte EcoShip60-Jahr erhalten. Damit ist es nun offiziell: Das ZIM-Netzwerk für innovative Antriebs- und Energiesysteme für Schiffe bis 60 Meter läuft weiter! Die Netzwerkpartner haben vier spannende Forschungsprojekte, die sie dieses Jahr gerne beantragen möchten:

  • Bunkermodul für den Bunkerprozess mit alternativen Kraftstoffen
  • Automatisierungssystem
  • Prüfstand für Hybride-Antriebssysteme
  • Sensorbasiertes Auslesesystem zur Erkennung von Energieverbräuchen

Bei drei weiteren Förderanträgen warten die Netzwerkpartner nur noch auf die Zusage durch den Programmträger VDI/VDE IT:

  • Lasttragende Rumpf-Deck-Verbindung für Materialkombinationen im Bootsbau
  • Kompaktes Genset mit CO2-neutralem Kraftstoff
  • Elektromechanische Pitch-Verstelleinrichtung

Grüner Wasserstoff: EcoShip60 fährt auf AquaVentus zu

Der AquaVentus-Förderverein hat für seine neue Initiative AquaNavis zum online Kickoff-Treffen geladen. Mit insgesamt 57 Teilnehmern wurden die Aktivitäten der Initiative besprochen. Das Ziel von AquaNavis ist es, Wasserstoff als emissionsfreien Kraftstoff für Schiffe in der Nordsee rund um Helgoland einzusetzen. Hierfür legt der Förderverein AquaVentus den Fokus auf die Wasserstoffproduktion, ‑speicherung und ‑nutzung. Die Initiative will unter anderem Crew Transit Vessels und Fähren auf einen Betrieb mit Wasserstoff prüfen. Neben Energieversorgern wie Siemens Energy, EON und Shell schalteten sich auch die EcoShip60-Partner Armaturen-Wolff, Lübeck Yacht, SDT, S.M.I.L.E., Hochschule Flensburg, VSM sowie die EcoShip60-Netzwerkagentur DSN dem Treffen zu. Die EcoShip60-Partner streben eine Zusammenarbeit zwischen AquaNavis und EcoShip60 hinsichtlich der Verwendung von Wasserstoff bei kleineren Schiffen an.

 

Zum Internetauftritt von AquaVentus

Antrag für elektromechanische Pitch-Verstelleinrichtung eingereicht

Um die Entwicklung eines Verstellpropellers mit einer umweltschonenden elektromechanischen Pitch-Verstelleinrichtung geht es in dem FuE-Projekt der Otto Piening Schiffspropeller und Wellenanlagen GmbH (Piening Propeller) und des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung. In Zusammenarbeit mit DSN reichten die Netzwerkpartner den Antrag beim Fördermittelgeber VDI/VDE IT ein, nachdem dieser zuletzt die Projektskizze des innovativen Vorhabens positiv bewertete. Das Kooperationsprojekt verfolgt das Ziel, durch die Entwicklung einer elektromechanischen Pitch-Verstelleinrichtung für Schiffe bis zu einer Länge von 60 Metern die Flügelverstellung ohne Hydraulik und der hierfür notwendigen Peripherie umzusetzen. Durch den Verzicht auf Hydrauliksysteme kann zum einen Einbauraum gespart, zum andern die Umweltbelastung durch Altöle reduziert werden, wie sie beispielsweise bei ölhydraulisch betätigten Anlagen anfallen. Zudem treten im Falle einer Undichtigkeit an der Propellernabe keine Öle in die Umwelt aus. So können mit diesem Propellersystem auch Meeresschutzgebiete ohne Verschmutzungsrisiko befahren werden. Piening Propeller sieht darin eine Weiterentwicklung ihrer bereits vor vier Jahren erfolgreich im Markt eingeführten Verstelleinrichtung mit Wasserhydraulik.