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AKTUELLES

2020

Projekt „Smarte Manövrieranlage“ bewilligt

Der Antrag für das Projekt „Entwicklung einer smarten Wasserstrahlmanövrieranlage“ wurde nun von dem Programmträger VDI/VDE IT bewilligt. Vier Partner des EcoShip60-Netzwerks haben sich zusammengeschlossen und wollen eine innovative Manövrierhilfe für schnelle Schiffe bis 60 m entwickeln. Mit energieeffizienten Armaturen, intelligenten Steuerungen und Auslegungsmethoden soll die Effizienz der für die Manövrierhilfe optimiert und mit einem geringeren Energiebedarf die Rotations- oder Transversalbewegung des Schiffes ermöglicht werden. Herkömmliche Manövrierhilfen können aufgrund der spezifischen Rumpfform meist nur bedingt in schnelle Schiffe eingebaut werden. Sie erhöhen durch große Tunneldurchmesser den Schiffswiderstand und damit den Energieverbrauch bei der Vorausfahrt. Jeder der vier Partner entwickelt bei diesem Projekt einen Baustein der Anlage, so dass am Projektende 2022 ein kompaktes Produkt entsteht.
Hier den Projekt-Steckbrief downloaden.

3 Fragen an Mathias Pein von Piening Propeller

Piening Propeller entwickelt und produziert seit über 90 Jahren Schiffspropeller und Wellenanlagen. Wie hat sich Ihr Unternehmen verändert?

Mathias Pein, Geschäftsführer: Unser Konzept ist damals wie heute, dass wir ganzheitliche Lösungen vom Getriebe bis hin zum Propeller entwickeln. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit Herstellungsprozesse und Technologien geändert. Heute gibt es in den Versuchsanstalten ganz andere Untersuchungsmöglichkeiten, mit denen wir beispielsweise die optimale Umströmung messen können.

Die Antriebsart ist nicht so relevant, dem Propeller ist es an sich egal, ob er mit Diesel oder elektrisch betrieben wird. Aktuell haben wir zwei komplette Antriebsanlagen für die elektrische Fähre „Ellen“, die in Dänemark zwischen Søby und Fynshav pendelt, zugeliefert. Da haben wir uns gegen starke Konkurrenten durchgesetzt. Ausschlaggebend war dabei sicherlich unser „Rundum-Sorglos-Paket“ mit Beratungsleistung und vollumfänglichem Service.

 

Was ist Ihre Motivation, Teil des EcoShip60-Netzwerkes zu sein?

MP: Für uns ist Umweltschutz ein wichtiges Anliegen. Wir haben beispielsweise einen Verstellpropeller entwickelt, der ausschließlich mit Wasser als Hydraulikmedium statt mit Öl betrieben werden kann und damit absolut umweltfreundlich läuft. So besteht bei Undichtigkeiten nicht mehr die Gefahr, dass mit dem auslaufenden Öl die See verunreinigt wird. Das spart außerdem enorm viel Kosten. Deshalb freue ich mich, wenn Piening Propeller etwas zu der Entwicklung von umweltfreundlichen Antrieben beitragen kann. Sehr gut zu unserem Unternehmen passt auch der ganzheitliche Ansatz von EcoShip60, mit dem die Zusammenarbeit zwischen Einzelkomponenten und dem Gesamtsystem Schiff optimiert werden soll.

 

Welches spezielle Interesse haben Sie im Netzwerk?

MP: Wir arbeiten in der Projektgruppe mit, die den FuE-Antrag zum „Ausfallsicheren Direktantrieb“ schreibt. In dem Projekt geht es um die Konzeption und Auslegung eines redundanten Direktantriebs für die 7m–Klasse. Die Ausfallsicherheit soll durch redundante Teilsysteme und den Verzicht auf Getriebe durch optimierte Maschinenauslegung gewährleistet werden. Da bringen wir unsere Expertise ein und suchen unter anderem nach Möglichkeiten, den Wirkungsgrad zu erhöhen.

Zur Unternehmenswebseite von Piening Propeller

 

EcoShip60-Netzwerktreffen am 3. Juni: FuE-Projekte kommen voran

Bei dem Treffen der Steuerungsgruppe am 3. Juni 2020 haben sich die Partner des EcoShip60-Netzwerks auf den neuesten Stand der FuE-Projekte gebracht. Zu den drei Anträgen, die Ende 2019 eingereicht wurden, haben die Partner erste Rückmeldungen vom Fördermittelgeber erhalten und hoffen nun auf schnelle Bewilligungszusagen. Weitere Projektanträge werden derzeit ausgearbeitet, die 2020 eingereicht werden sollen. In diese Projekte werden die neuen Partner Desios GmbH und MTU Friedrichshafen GmbH bereits integriert.
Aufgrund der Corona-Beschränkungen wurde das Treffen online durchgeführt. Die große Zahl an Teilnehmern und deren qualitativ hochwertigen Beiträge belegen die Vorteile virtueller Besprechungen. Auch das Verfahren zur Generierung ganz neuer Projektideen wurde von den Netzwerkpartnern und den Mitgliedern des technischen Beirats positiv bewertet.

Neuer Termin: SMM findet 2021 statt - und EcoShip60 ist dabei

Die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft wird auf 2. bis 5. Februar 2021 verschoben. Grund dafür ist die Corona-Pandemie mit ihren weltweiten Auswirkungen auf Großveranstaltungen und den internationalen Reiseverkehr. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: EcoShip60 bleibt natürlich an Bord. Stand 502 in der Halle A5. Als Plattform für Innovationen in der maritimen Branche ist die SMM genau der richtige Ort für das Netzwerk, das alternative Schiffsantriebe entwickelt. Denn der Fokus der maritimen Transformation liegt weiterhin auf ganzheitlichen Konzepten, intelligenten Antrieben und Dekarbonisierung.

EcoShip60 bei deutsch-dänischer Webinarreihe

Am 10. Juni 2020 wird EcoShip60 beim Webinar Maritime South Baltic Region „Smart & Green” vorgestellt. Dipl.-Ing. Karsten Werner, Hochschule Flensburg, spricht über die Netzwerkaktivitäten zu umweltfreundlichen alternativen Antriebssystemen für kleinere Schiffstypen. Das Webinar wird vom Maritimen Cluster Norddeutschland organisiert, das zusammen mit dem Maritimen Cluster Fünen den fachlichen Austausch und die Partnersuche im maritimen Sektor zwischen Dänemark und Deutschland fördern will. Zu zwei Kurzvorträgen stellen die Teilnehmer Fragen und geben Rückmeldung in sogenannten Blitzumfragen, so dass das Webinar kurzweilig und interaktiv zu werden verspricht. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. 

zum Veranstaltungshinweis

MTU ist jetzt auch assoziierter Partner bei EcoShip60

Die MTU Friedrichshafen GmbH ist neuer assoziierter Partner im EcoShip60-Netzwerk. MTU entwickelt als weltweit führende Marke von Rolls Royce vor allem Großdieselmotoren und komplette Antriebssysteme für die kommerzielle Schifffahrt. Insbesondere die Expertise zu elektrifizierten Hybridsystemen ist eine wertvolle Ergänzung für unser Konsortium. Wir freuen uns über die Verstärkung!

Vorbereitungen für die SMM 2020 laufen

Bei Hydac International GmbH in Norderstedt traf sich dieses Mal die Steuerungsgruppe von EcoShip60. Dort wurde vor allem der Messeauftritt bei der SMM 2020 geplant, die vom 8. bis 11. September 2020 stattfindet. Auf der „Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft“ hat das Netzwerk einen eigenen Stand (Nummer A5.502). Die Halle A5 ist dem Thema „Alternative Antriebssysteme“ gewidmet. Auf dem EcoShip60-Stand soll ein Modell des Versuchsträgers ausgestellt werden. Das Modell wird von der Hochschule Flensburg im 3D-Druckverfahren gefertigt. Außerdem erhalten die Standbesucher detaillierte Informationen zu den FuE-Projekten, die im Netzwerk entwickelt werden. Zum Internetauftritt der SMM 2020

Desios wird neuer Partner bei EcoShip60

Seit 1. Dezember 2019 ist die DESIOS GmbH offiziell Partner im EcoShip60-Netzwerk. DESIOS ist ein Ingenieur- und Projektbüro mit Sitz in Hamburg und Schwerin.  Tätigkeitsfelder für Projekte im In- und Ausland sind unter anderem Industrie und Schiffbau für Schiffstypen aller Art. Das Büro hat sich auf die Zusammenarbeit unterschiedlichster Einzelsysteme spezialisiert und kann somit einen wertvollen Beitrag leisten, die einzelnen FuE-Projekte in einem Schiff miteinander zu verknüpfen und die Zusammenarbeit zu optimieren. Willkommen an Bord!