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ZIELE

Das EcoShip60-Netzwerk beschreitet neue Wege bei der Integration bestehender maritimer Antriebs-und Energiesysteme. Optimiert werden soll die Zusammenarbeit zwischen Einzelkomponenten und dem Gesamtsystem Schiff bei einer Schiffslänge bis 60 m oder einer Motorenleistung von 4000 kW.

Acht Unternehmen und drei Forschungseinrichtungen entwickeln gemeinsam FuE-Projekte. Hierbei liegt unser Fokus auf drei Antriebssystemen, die ausgearbeitet und konstruiert werden. Diese bestehen jeweils aus einer Hybridlösung mit Energieerzeuger (beispielsweise einer Brennstoffzelle) und einem Versorgungssystem (Stromspeicher) für den elektrischen Antrieb. Für die Hybridlösungen sollen Treibstoffe eingesetzt werden, die einen geringen Ausstoß an Schadstoffen aufweisen und somit die Umweltbelastung senken.

Eine mögliche Lösung für Sportboote wäre beispielsweise ein Elektroantrieb mit Verbrennungsmotor und Methanol oder LNG/LPG als Treibstoff.
Bis zum Jahr 2020 werden im Rahmen des Netzwerkes Techniken, Komponenten und Konzepte für drei alternative Antriebssysteme von Booten bis zu 60 m Länge entwickelt. Die leistungsstarken Systeme werden zunächst für Boote bis 8 m, dann bis 26 m bzw. 100 BRZ konzipiert, um dann in einem letzten Schritt auf Boote bis 60 m Länge angepasst zu werden.

Förderung

EcoShip60 wird als ZIM-Netzwerk vom Bundesministerium für Wirtschaft in zwei Phasen gefördert. In der ersten Phase wurde das Netzwerk etabliert, eine Konzeption erarbeitet und eine technologische Roadmap entwickelt. In der zweiten Phase geht es nun um die Umsetzung in Form von FuE-Projekten und die Vorbereitung der Markteinführung.
Mehr zum Förderprogramm unter www.zim-bmwi.de/kooperationsnetzwerke

 

Hintergrund

Die Bundesregierung verfolgt derzeit das Ziel, bis zum Jahr 2020 den CO2-Ausstoß in Deutschland um 40 Prozent zu reduzieren. Dazu beitragen sollen der Ausbau und die Integration erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung des Verkehrs mithilfe von Brennstoffzellen. Die Automobilbranche reagiert darauf mit einer Vielzahl von FuE-Vorhaben im Bereich der Antriebssysteme. Auch die Schiffsbetreiber suchen nach Alternativen zu den herkömmlichen Diesel- und Benzinmotoren – auch wegen der Begrenzung der zulässigen Abgasemissionen in bestimmten Gewässern sowie der Endlichkeit fossiler Kraftstoffe und der dadurch steigenden Ölpreise. Im Schiffbau konzentriert sich derzeit allerdings ein Großteil der Forschung ausschließlich auf alternative Antriebssysteme für größere Schiffstypen ab ca. 4.000 kW Leistung.

Für kleinere Schiffstypen mit einer Länge von bis zu max. 60 Metern gibt es keine systematischen, ganzheitlichen sowie nachhaltigen Ansätze zur Entwicklung alternativer Antriebssysteme.
Das EcoShip60-Netzwerk will helfen, diese Lücke zu schließen, indem es umweltfreundlichere, alternative Antriebssysteme für kleine bis mittlere Arbeits- und Patrouillenboote entwickeln will. Diese sollen den Nutzern erlauben, zu geringen Kosten bei hoher Leistung und großer Reichweite zu fahren. Die beteiligten kleinen und mittleren Unternehmen und Forschungseinrichtungen erweitern so ihr Know-how und ihre Leistungspalette und erschließen sich neues wirtschaftliches Potential.