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ZIELE

Das EcoShip60-Netzwerk beschreitet neue Wege bei der Entwicklung und Integration umweltfreundlicher maritimer Antriebs- und Energiesysteme. Optimiert werden soll die Zusammenarbeit zwischen Einzelkomponenten und dem Gesamtsystem Schiff. Im Fokus stehen Schiffe bis 60 Meter Länge oder einer Motorenleistung von bis zu 4.000 kW.

Ziel der Netzwerkpartner ist es, umweltfreundliche alternative Antriebs- und Energiesysteme für kleine bis mittlere Arbeits- und Patrouillenboote zu entwickeln, die es den Nutzern erlauben, zu geringen Kosten bei hoher Leistung und großer Reichweite zu fahren. Dazu erarbeiten die kleinen und mittleren Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen entsprechende Lösungen. Diese werden dann in Form von FuE-Projekten beim ZIM-Programm zur Förderung beantragt und umgesetzt.

Die spezifischen Kompetenzen der unterschiedlichen Partner schaffen Synergien im Netzwerk und bilden ein einzigartiges Kompetenzgefüge. So kann sich die traditionelle Schiffbaubranche durch kundenorientierte Lösungen an die neuen Herausforderungen unserer Zeit anpassen.

Förderung

EcoShip60 wird als ZIM-Netzwerk vom Bundesministerium für Wirtschaft nun schon im vierten Jahr gefördert. In der ersten Phase wurde das Netzwerk etabliert, eine Konzeption erarbeitet und eine technologische Roadmap entwickelt. Mittlerweile werden laufend Förderanträge zu innovativen Projektideen in entwickelt und eingereicht. Ziel ist die Markteinführung der Produkte und Dienstleistungen.
Mehr zum Förderprogramm unter www.zim-bmwi.de/kooperationsnetzwerke

 

Hintergrund

Die Bundesregierung verfolgt derzeit das Ziel, bis zum Jahr 2030 den CO2-Ausstoß in Deutschland um 65 Prozent zu reduzieren. Dazu beitragen sollen der Ausbau und die Integration erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung des Verkehrs mithilfe von Brennstoffzellen. Die Automobilbranche reagiert darauf mit einer Vielzahl von FuE-Vorhaben im Bereich der Antriebssysteme. Auch die Schiffsbetreiber suchen nach Alternativen zu den herkömmlichen Diesel- und Benzinmotoren – auch wegen der Begrenzung der zulässigen Abgasemissionen in bestimmten Gewässern sowie der Endlichkeit fossiler Kraftstoffe und der dadurch steigenden Ölpreise. Im Schiffbau konzentriert sich derzeit allerdings ein Großteil der Forschung ausschließlich auf alternative Antriebssysteme für größere Schiffstypen ab ca. 4.000 kW Leistung. Für kleinere Schiffstypen mit einer Länge von bis zu 60 Metern gibt es keine systematischen, ganzheitlichen sowie nachhaltigen Ansätze zur Entwicklung alternativer Antriebssysteme.

Verschärfte Emissionsauflagen aber bereiten gerade diesen Schiffen große Probleme, weil sie hauptsächlich in Küsten- und Binnenschifffahrtsgebieten operieren und daher die Vorgaben der Emissionskontrollgebiete stets einhalten müssen. Hier ist das Interesse besonders groß, nachrüstbare, „grüne“ Lösungen zu finden, die es den Schiffen erlauben, auch Häfen oder Gebiete anzulaufen, in denen Dieselantriebe in Zukunft voraussichtlich untersagt sein werden.
Bestehende technische Lösungen werden in neue, ganzheitliche Lösungen überführt, um eine Optimierung des Gesamtsystems Schiff plus Antrieb und eine deutliche Reduktion der Umweltbelastung (CO2 und Lärm) zu erreichen. Solche ganzheitlichen technischen Lösungen zu wettbewerbsfähigen Preisen existieren bis heute nicht. Mit den im Rahmen von EcoShip60 in mehreren Projekten entwickelten alternativen Lösungen für Antriebs- und Energiesysteme können bestehende Schiffe an die modernen Anforderungen angepasst werden und künftig auf die Verwendung fossiler Brennstoffe verzichten.